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pAVK – Schaufensterkrankheit als Folge der Nikotinsucht

von | 25. Februar 2018 | Medizinstudium

PAVK ist die Abkürzung für periphere arterielle Verschlusskrankheit. Im Volksmund auch als Schaufensterkrankheit bekannt. Wie es zu dieser Durchblutungsstörung kommt und welche Schaufensterkrankheit Therapie es gibt, erfährst Du in diesem Artikel.

PAVK Definition

Vier Buchstaben, die für eine schmerzhafte Erkrankung der Arterien stehen. Vielleicht hast Du schon einmal den Begriff Raucherbein gehört. Er ist das Synonym für die pAVK. Gleichzeitig weist diese Bezeichnung auch auf den größten Risikofaktor hin: das Rauchen. Wie das Rauchen die Lungenkrebs Lebenserwartung deutlich beeinträchtigt, ist auch der Rauch für die Schaufensterkrankheit mit verantwortlich. In erster Linie sind bei der pAVK Beine oder Arme betroffen. Die Arme jedoch nur selten. Patienten spüren bei der Schaufensterkrankheit Schmerzen beim Gehen. Kein Wunder also, dass sich der Begriff Schaufensterkrankheit schnell etabliert hat.

Aus medizinischer Sicht handelt es sich bei der pAVK um eine Durchblutungsstörung aufgrund von Gefäßverengungen.

Fast immer sind die Gefäße der Beine oder des Beckens betroffen. Während zu Beginn der Erkrankung kaum Symptome auftreten, entwickeln sich in den späteren Stadien massive Schmerzen. Durch Verkalkungen in den Blutgefäßen bilden sich Engstellen. Dadurch zirkuliert das Blut nicht mehr ungehindert. Zu Beginn arbeitet der Körper mit einer Erhöhung des Blutdrucks dagegen an. Werden die Stellen immer enger, entstehen Schmerzen bei Bewegung.

Das Raucherbein ist eine absolut ernst zunehmende Erkrankung.

Wenn keine Behandlung erfolgt, entwickelt sich die pAVK stetig weiter. Im schlimmsten Fall droht ein kompletter Gefäßverschluss. Er zieht zwangsläufig eine Operation mit sich. Viele Patienten leiden unter offenen, wunden Beinen. Da die Durchblutungsstörung verhindert, dass Wunden verheilen können. Die unbehandelt sogar eine Amputation zur Folge haben kann.

pAVK Risikofaktor Rauchen

pAVK Risikofaktor Nummer 1 ist Rauchen

Die pAVK Ursachen

Statistiken beweisen, dass jeder vierte Mensch über 55 Jahre unter einer pAVK leidet. Es kann sich dabei noch um ein leichtes Stadium handeln, was unbehandelt aber fortschreitet. Männer sind etwa viermal so häufig betroffen. Wie auch bei der Lungenerkrankung COPD Lunge, sind die meisten von ihnen Raucher. Die Schaufensterkrankheit Ursache ist sehr oft ein Resultat des eigenen Lebenswandels.   Folgende Auslöser sind am häufigsten:

  • Rauchen
  • Bluthochdruck
  • erhöhtes Cholesterin
  • Diabetes
  • männliches Geschlecht (Genetik)
  • Übergewicht
  • Mangel an Bewegung
  • fettreiche Ernährung

Rauchen aufhören ist somit die beste Möglichkeit eine pAVK Erkrankung zu vermeiden! Die pAVK entwickelt sich auf dem Boden der Arteriosklerose. Nur sehr selten entsteht die Krankheit bedingt durch Entzündungen der Arterien. Vielmehr ist der Lebenswandel als Ursache für die Entwicklung der Krankheit zu sehen. Am Herzen führt die Arteriosklerose zu Angina-Pectoris Symptomen und im schlimmsten Fall zum Infarkt. Das Gefäßsystem der Beine ist auf ähnliche Weise betroffen. Hier führen die Ablagerungen zum Gefäßverschluss mit drohendem Verlust des Beines. Nikotin fördert die Ablagerungen stark.   Je länger ein Patient raucht, umso höher das Risiko an einer pAVK zu erkranken.   Besonders gefährlich wird es, wenn mehrere Risikofaktoren zusammentreffen. Das sogenannte „metabolische Syndrom“, wird nicht umsonst als tödliches Quartett bezeichnet. Es handelt sich bei diesem Syndrom um eine Kombination aus Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhter Blutfettwerte und Diabetes. Diese Faktoren erhöhen allesamt das Risiko für eine pAVK. Kommt jetzt noch der Konsum von Nikotin hinzu, ist die Entstehung nur noch eine Frage der Zeit.

Symptome der PAVK

Der Chirurg Renè Fontaine hat die periphere arterielle Verschlusskrankheit in vier unterschiedliche Stadien unterteilt. Während zu Beginn nur selten Beschwerden vorhanden sind, entwickeln sich diese unbehandelt sehr rasch. Nach der pAVK Leitlinie wird die Erkrankung in vier Stadien eingeteilt.

PAVK Stadium I – ohne Beschwerden

Im ersten Stadium verengen sich die Gefäße durch Ablagerungen unmerklich. Die Durchblutung wird bereits erschwert, der Körper arbeitet jedoch noch dagegen an. Mitunter erhöhen sich Pulsschlag und Blutdruck. Weil das Blut gegen mehr Widerstände pumpt. Eine Untersuchung beim Venenspezialisten gibt bereits in diesem Stadium Aufschluss. Leider erfolgt diese aber nur selten, da die Betroffenen nicht unter Symptomen leiden.