Raucherhusten – Reinigungsvorgang Deiner Lunge

von | 21. März 2018 | Medizinstudium

Jeder Raucher kennt ihn. Und auch jeder Ex-Raucher kann sich noch gut an ihn erinnern. Bereits früh am Morgen. Kurz nach dem Erwachen. Wenn man aufsteht und auf dem Weg zum Bad ist. Dann macht er sich bemerkbar. Der altbekannte Raucherhusten. Was der Raucherhusten ist. Wie er ausgelöst wird und was beim Raucherhusten passiert. Hier in diesem Artikel erfährst du es.

 

Was genau ist Raucherhusten?

Der alte Bekannte fast jedem Rauchers. Doch was genau ist der Raucherhusten? Er ist das Ergebnis von dem Reinigungsvorgang  Deiner Lunge. Sie versucht Verunreinigungen zu lösen und abzutransportieren. Der Hustenreiz wird ausgelöst.  

 

Wie entsteht Raucherhusten?

Als Raucher rauchst du über den ganzen Tag verteilt mehr oder weniger viele Zigaretten.

Du atmest den Zigarettenrauch ein und nimmst ihn in Deine Lunge auf.Das macht Deiner Lunge zu schaffen.

Legst Du dich dann nach einem langen Tag ins Bett, ist Deine Lunge dem Rauch nicht mehr ausgesetzt.

Jetzt hat Deine Lunge die Möglichkeit, einmal “durchzuatmen”. Sie beginnt mit den Reinigungsarbeiten. Jetzt möchte sie die Verunreinigungen, denen sie über den Tag ausgesetzt war, wieder loswerden.

Angesammelte Schadstoffe sollen wieder nach draußen transportiert werden.

 

Die Reinigungsarbeiten Deiner Lunge

Diese Reinigungsarbeiten sind ein ganz normaler Vorgang.

Auch bei Nichtrauchern.

Denn die Lunge nimmt auch mit der normalen Atemluft Verunreinigungen auf. Auch diese müssen wieder raus.

Nur gehen diese Putzaktionen der Lunge normalerweise geräuschlos von statten.

Und das funktioniert so:

  1. Die Bronchien produzieren Schleim.
  2. Dieser Schleim wird von vielen tausend, kleinen Flimmerhärchen nach oben befördert.
  3. Der transportierte Schleim wird dann mit dem Speichel verschluckt.

 

Als Raucher funktioniert dieses feine System, mit den kleinen Flimmerhärchen bei Dir aber nicht mehr richtig.

Immer wieder attackiert Du es mit dem giftigen Rauch und Teer. Die Folge ist eine massive Schädigung.

 

 

Raucherhusten Symptome, wie sehen sie aus?

Der Raucherhusten ist also das Ergebnis vom Reinigungsprozess der Lunge.

Durch die zunehmende Schädigung fällt es deinem Körper immer schwieriger, über die kleinen Flimmerhärchen, den zäh sitzenden, schadstoffhaltigen Schleim abzutransportieren.

Der Schleim setzt sich fest. Die Atemwege verengen sich. Über den Husten versucht nun Dein Körper diesen Schleim dennoch irgendwie raus zu bekommen.

Das geschieht überwiegend morgens. Wenn Du aufstehst und die Lunge Zeit hatte, sich zu reinigen. Das passiert aber auch genauso gut abends.

 

Immer dann, wenn Du deiner Lunge eine längere Ruhepause vor dem Rauch gegeben hast.

  • Morgendlicher Husten ohne Auswurf
  • Morgendlicher Husten mit Auswurf
  • Giemen
  • Pfeifen beim Atmen
  • Rasseln beim Atmen
  • Schweres Atmen

Raucherhusten Symptome sind Atemgeräusche wie beispielsweise giemen.

Durch die Verengungen ist ein Pfeifen beim Atmen oder ein Rasseln beim Atmen zu hören. Im späteren Verlauf tritt schweres Atmen auf.

Zunächst nur unter stärkerer Belastung, weiterhin dann aber schon bei geringen Belastungen.

Es spielt eigentlich keine Rolle, welche der genannten Raucherhusten Symptome bei Dir bereits vorhanden sind.

 

Der Raucherhusten ist und bleibt ein Warnsignal des Körpers.

 

Er zeigt Dir damit, dass der Zigarettenrauch ihn belastet. Auch wenn viele Raucher es als normal empfinden. Chronischer Husten, und sei es nur morgens, ist alles andere als normal.

Er ist der Bote für schwere und irreparable Schädigungen der Lunge.

Beispielsweise für eine COPD Lunge – die chronische Verengung der Atemwege. Genauso wie die größte Todesursache unter Rauchern. Der Lungenkrebs. Denn mit Lungenkrebs ist die Lebenserwartung weit aus schlechter, als wenn Du bereits bei den ersten Anzeichen eines Raucherhustens zu Deinem Arzt gehst.

Dieser Gang ist unbequem, keine Frage. Aber unbezahlbar, wenn Du damit schlimmere Krankheiten verhindern kannst.

 

 

Wie kann man den Raucherhusten lindern?

Der Raucherhusten ist keine Krankheit im eigentlichen Sinn.

Wie zuvor beschrieben, stellt er die Reinigung deiner Lunge dar. Würdest du diesen wichtigen Vorgang noch unterdrücken, dann bist Du dabei Deinen Körper gleich doppelt zu schaden.

Du nimmst ihn die Chance, sich selber zu helfen.

 

 

Raucherhusten bekämpfen

Wenn Du wissen willst, wie Du den Raucherhusten bekämpfen kannst, dann gibt es nur eine Sache:

Du bekämpfst ihn nur wirklich nachhaltig, wenn Du mit dem Rauchen aufhörst. Alles andere ist nur eine Linderung der Symptome.

 

 

Ohne Medikamente den Raucherhusten lindern

Um den Raucherhusten zu lindern, gibt es nur eine richtige Empfehlung:

Mit dem Rauchen aufhören. Zum Beispiel mit Hilfe von Nikotinersatz in Form einer Therapie. Bei der Nikotinersatzprodukte wie Nikorette SprayNikotinkaugummi oder Nikotinpflaster zum Einsatz kommen und Dir helfen zum Nichtraucher zu werden.

Und wenn es deine Situation gerade gar nicht zulässt, dann reduziere wenigsten das Rauchen auf ein Minimum.

 

 

Mit Medikamente den Raucherhusten lindern

Wenn Du mit Raucherhusten Symptomen zum Arzt gehst, dann passiert sehr wahrscheinlich folgendes:

Er wird Dir zunächst die einzig richtige Empfehlung aussprechen. Den Rauchstopp.

Von Fall zu Fall kann er aber auch eine medikamentöse Behandlung empfehlen. Denn es lassen sich die Symptome des Raucherhustens auch mit Hustenlöser lindern.

 

Schleim lösen mit Ambroxol

Beispielsweise mit dem Wirkstoff Ambroxol. Doch was bewirkt Ambroxol bei Dir?

Er löst den festsitzenden Schleim in dem er dünnflüssiger gemacht wird.

Der Schleim verliert die Haftung und löst sich. Das Abhusten wird erleichtert. Ambroxol hat zudem eine antiinflammatorische und antioxidative Wirkung.

Es wirkt Entzündungen und der Schleimproduktion in den Atemwegen entgegen.

Diese schützende Wirksamkeit ist besonders bei Menschen mit einer COPD Lunge hilfreich. Das verbessert die Lungenfunktion.

Ambroxol ist apothekenpflichtig. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

 

Raucherhusten lindern

Raucherhusten – Erweitern der Bronchien mit Asthma Medikamente

 

Erweitern der Bronchien mit Asthma Medikamente

Der Lungenarzt kann in einigen Fällen auch eine Therapie zur Erweiterung Bronchien empfehlen.

Genau dann, wenn Verengungen der Atemwege zu Beeinträchtigungen führen. Hier können Medikamente gegen Asthma helfen.

Sie gibt es in verschiedenen Formen. Zum Beispiel als Tropfen,Tabletten oder als Inhalatoren. Frage Deinen Arzt, ob diese Möglichkeiten bei Dir Sinn machen.

 

Ist Raucherhusten mit Auswurf normal?

Dieser spezielle Husten hat die Hauptaufgabe, die Verunreinigungen zu entsorgen.

Da dieser Vorgang nicht mehr auf dem normalen Weg funktioniert, ist der Husten mit Auswurf irgendwann nicht mehr möglich.

Wie schnell dieser Zustand eintritt und wie hoch die Auswurfmenge ist, hängt von mehreren Faktoren ab.

Faktor Nummer eins ist mit Sicherheit die Menge an Zigaretten, die geraucht werden. Anatomische Faktoren und ander Umwelteinflüsse können ebenfalls zu Abweichungen führen.

 

Fazit

Deine Lunge vergisst keine einzige Zigarette.

Jeder Glimmstängel zahlt auf das Krankheitskonto ein und hebt einen Betrag von deinem Gesundheitskonto ab.

Auch wenn der Raucherhusten keine Krankheit ist. Er ist ein klares Warnsignal Deines Körpers. Dieses Warnsignal solltest Du nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ganz im Gegenteil. Nimm sie bitte ernst und suche bei einem Verdacht möglichst bald einen Arzt auf. Lieber einmal zu viel. Lass von ihm abklären, was die möglichen Symptome für eine Ursache haben.

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