Ökologie im Brennpunkt – Wie Zigaretten die Umwelt zerstören

von | 1. Mai 2018 | Mensch & Natur, Rauchen aufhören Hilfsmittel

Ökologie im Brennpunkt – Wie Zigaretten die Umwelt zerstören. Wenn Du mit dem Gedanken spielst, endlich mit dem Rauchen aufzuhören, dann sicher aus ganz persönlichen Gründen. Aus Gründen, die Dich unmittelbar und direkt betreffen. Und das ist auch richtig so! Denn diese Gründe sind die nötige Grundlage und die stärksten Wegbereiter für Deinen Rauchstopp. Doch mit Deinem Rauchstopp beginnt nicht nur für Dich ein neues und gesünderes Leben. Du trägst mit einem rauchfreien Leben auch entscheidend zum Schutz der Umwelt bei. Warum das so ist und wie sehr die Zigaretten tatsächlich die Umwelt belasten, erfährst Du in diesem Artikel.

Ökologie Definition

Das Wort Ökologie hat jeder schon einmal gehört. Ist praktisch jedem Kind bekannt. Und ist in Zeiten von Bio und Veggi sowieso in aller Munde. Doch was bedeutet Ökologie eigentlich genau? Denn bevor die Auswirkungen von Zigaretten auf die Umwelt aufgedeckt werden, ist eine grundlegende Begriffserklärung auf jeden Fall von Vorteil.

Also, legen wir los!

Das Wort Ökologie hat seinen Ursprung in den altgriechischen Wörtern oikos für Haushalt und logos für die Lehre. Zusammengesetzt bedeutet das Wort Ökologie demnach die Lehre vom Haushalt. Irgendwie nicht gerade das Bild, welches man bei dem Wort im Kopf hat. Doch so ist die ursprünglichen Bezeichnung als eine Teildisziplin der Biologie.

Diese Definition bezog sich anfangs nur auf die Beziehung von Lebewesen untereinander, in ihrer unbelebten Umwelt. Später dann, etwa Mitte des 20. Jahrhunderts, fand die Bezeichnung zunehmend für die gesamte Umweltsituation Verwendung.   

Eine lange Zeit ging man davon aus, dass Ernst Haeckel es war, der das Wort Ökologie als erster verwendete. Ernst Haeckel war einer der führenden deutschen Zoologen aber forschte selber nicht auf dem Gebiet der Ökologie. Ab dem Jahr 2016 wurden aber beispielsweise mehrere Hinweise aus den Jahren 1838 – 1850 gefunden.

Diese Hinweise deuten darauf hin, dass das Wort schon Jahrzehnte vorher verwendet wurde. Jedoch in einem anderen Zusammenhang. Dennoch prägte Ernst Haeckel die heute gültige Form der Definition von Ökologie: Die Lehre von den Wechselwirkungen der Organismenarten untereinander.

„Unter Oecologie verstehen wir die gesamte Wissenschaft von den Beziehungen des Organismus zur umgebenden Außenwelt, wohin wir im weiteren Sinne alle ‚Existenz-Bedingungen‘ rechnen können. Diese sind teils organischer teils anorganischer Natur.“

– Ernst Haeckel 1866 –

 

Die Grundlagen der Ökologie

Die Grundlagen der Ökologie

 

Grundlagen der Ökologie

Nachdem die Wortherkunft und die Begriffsdefinition nun grob umrissen sind, wollen wir uns den Grundlagen zuwenden. Ernst Haeckel war der Geben der oben genannten Definition, doch forschte er nicht auf diesem Gebiet. Und es gab auch keinen anderen alleinigen Forscher, der die Grundlagen der Ökologie untersuchte.

Vielmehr waren es mehrere Forscher, die ihren Teil zur ökologischen Grundlagenforschung beigetragen haben. Und wer waren diese Forscher?

  • Charles Darwin mit seiner Wechselwirkung der Ökologie und Evolution
  • Karl August Möbius als Spezialist und der Begründer der Meeresbiologie
  • Johannes Eugenius Bülow Warming mit seinem Lehrbuch der Ökologischen Pflanzengeographie
  • Arthur George Tansley führte unter anderem den Begriff „Ökosystem“ ein
  • August Friedrich Thienemann mit seinen Nahrungsbeziehungen der verschiedenen Organismengruppen in Seen
  • Justus von Liebig als Begründer der Agrochemie (Nährstoffökologie)
  • Ellen Swallow Richards ALS eine der Begründerinnen der Umwelthygiene: Eine Vorstufe der modernen Ökologie

Schon von Beginn an wurde in der ökologischen Forschung zwischen zwei Orientierungen unterschieden. Das ist zum einen die theoretischen Ökologie und und zum anderen die angewandte Ökologie. Letztendlich möchte man grundlegend die Funktionsweise der Wechselwirkungen in der Natur zu verstehen können. Was Gegenstand vieler Untersuchungen war und immer noch ist.

Traditionelle Unterteilung der der Ökologie

Im deutschen Sprachraum des  20. Jahrhunderts wurde die Ökologie in drei Bereiche unterteilt.

  • Autökologie – die Ökologie der Arten
  • Populationsökologie – Ökologie der Populationen
  • Synökologie – die Ökologie von Lebensgemeinschaften

Später sind noch viele weitere Spezialbereiche hinzugekommen. Dazu gehören unter anderem die chemische Ökologie, die Evolutionsökologie oder die molekulare Ökologie. Um nur einige zu nennen.

 

Das Ökosystem Meer

Das Ökosystem Meer

 

Ökosystem Meer

Wenn wir über Ökologie sprechen und per Definition damit die Wechselwirkungen in der Natur zu verstehen ist, dann ist das Ökosystem Meer das wohl größte.

Alles Leben auf unseren Planeten Erde hat seinen Ursprung im Meer. Hier begann die unglaubliche Vielfalt an Organismen, die wir auch heute vorfinden.

Die Wasserfläche auf unserer Erde nimmt überragende sieben Zehntel der gesamten Oberfläche ein. Das sind etwa 361 Millionen Quadratkilometer an reiner Wasserfläche! Die riesige Wasserfläche wird in mehrere Ozeane aufgeteilt:

  • Pazifischer Ozean
  • Indischer Ozean
  • Arktischer Ozean
  • Atlantischer Ozean
  • Südlicher Ozean

Obwohl man die fünf Ozeane unterscheidet, so ist das Meer insgesamt ein riesiges, zusammenhängendes Ökosystem. Aber das Wasser ist nicht nur im Meer miteinander verbunden.

Der Kreislauf betrifft auch das Festland. Denn das Wasser verdunstet über dem Meere und regnet oder schneit teilweise über den Landmassen wieder ab.

Das durch Fels und Gestein sickernde Wasser löst Mineralien aus dem Gestein und spült es zurück ins Meer. Auf diese Weise bekam und bekommt immer noch das Meerwasser seinen Salzgehalt. Dieser beträgt durchschnittlich etwa 35,3 g Salz pro Liter Meerwasser.

 

Ein ewiger Kreislauf

Das bedeutet aber auch, dass schlussendlich alles wieder im Meer landet, was am Festland achtlos weggeworfen wurde.

Diese Verunreinigungen beschränken sich dann nicht nur lokal an den Stellen, an denen die Verschmutzungen ins Meer fließen. Wie bereits klar ist: alles ist miteinander verbunden.

Darüber hinaus tauschen sie die riesigen Wassermassen auch kontinuierlich aus.

 

Globales System aus Meeresströmen

Globales System aus Meeresströmen

(Quelle: Wikipedia CC BY-SA 3.0, )

Denn vor den Augen der Menschen verborgen, gibt es eine globales System.

Dieses globale System aus Meeresströmen wird auch globales Förderband genannt. Wasser aus den wärmeren Regionen kühlt im Nordatlantik ab. Dadurch sinkt es in die Tiefe und zirkuliert.

Erst im pazifischen Ozean steigt es wieder auf. Dieser, in sich geschlossene Kreislauf, ist auch zu großen Teilen für das Klima auf den Kontinenten verantwortlich oder hat erheblichen einen Einfluss.

 

Verschmutzungen sind also nicht nur lokal. Verschmutzungen sind immer auch global!

 

Das Meer, ein anderes Ökosystem

Das Meer unterscheidet sich nicht nur optisch von den Ökosystemen an Land.

Es ist auch ökologisch grundlegend anders.

Die Lebensräume an Land werden überwiegend von der Verfügbarkeit von Wasser und Sonnenstrahlen bestimmt. Das ist im Meer ganz anders. Hier sind die Nährstoffe im Wasser der entscheide Faktor.

Da wo sich viele Nährstoffe befinden, ist das Meer voller Leben. Beispielsweise in den Bereichen mit ausreichend Sonnenlicht. Also in den oberen Bereichen des offenen Ozeans. Oder im im flachen Wasser.

Da entsteht jedes Jahr etwa 20 Milliarden Tonnen Biomasse. Diese Biomasse besteht aus Phytoplankton.

Falls Du den Begriff schon einmal gehört hast aber nicht so richtig weißt, etwas damit anzufangen:

Phytoplankton sind sehr kleine Meerespflanzen. Sie gehören biologisch gesehen zu den Algen und nicht nur für die Produktion von bis 80% des Sauerstoffs in unserer Atmosphäre verantwortlich.

Viel mehr bilden sie auch die Nahrung für das Plankton (Zooplankton), wie zum Beispiel Krill. Und das riesige Schwärme bildende Krill ist wiederum die Nahrung für viele Schwarmfische wie Sardinen.

Krill ernährt aber auch das größte lebende Tier der Erde. Den Blauwal.

Am Beispiel dieser kleinen Nahrungskette kann man sehr einfach die Zusammenhänge in einem Ökosystem erkennen. Wie wichtig einzelne Lebewesen sind.

Das Zusammenspiel in der Ökologie insgesamt ist natürlich noch viel komplexer.

Das Leben auf unserem Planeten ist ein Zusammenspiel vieler kleiner Komponenten, die miteinander verbunden sind.

Ökologische Nachhaltigkeit   

Wenn Du bereits seit längerem aufmerksam die Medien und die Werbewelt verfolgst, dann laufen Dir zwei Begriffe immer wieder über den Weg.

Ökologisch und nachhaltig. In vielen Fällen auch genau in dieser Reihenfolge und Kombination.

Was ist denn damit eigentlich gemeint? Du kannst Dir jetzt bereits ein Bild davon machen, was Ökologie, und damit ökologisch, ist. Doch wie sieht es mit der Nachhaltigkeit aus? Ist es eventuell nur eine neue Kreation?!

Tatsächlich gibt es das Wort schon sehr viel länger. Beispielsweise taucht das Wort “nachhaltig” im Jahr 1910 im “Kleines deutsch-lateinisches Handwörterbuch” von Karl Ernst Georges.

Was eine noch frühere Existenz nicht ausschließt. Laut dem Eintrag im Duden wird Nachhaltig folgendermaßen definiert: “Nachhaltigkeit (Ökologie) Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann”. Hier der Originaleintrag.

Demnach ist eine nachhaltige Ökologie der ressourcensparende Umgang. Immer im Gleichgewicht.

Also im Grundlegendem so, wie es die Natur ohne dem Menschen macht.

Alles Leben im Einklang mit der Natur. Doch was hat das alles mit Zigaretten zu tun? Denn schließlich ist der Titel dieses Artikels ja: Ökologie – Was Zigaretten der Umwelt antun.

 

Ökologie ohne Wert: Umweltzerstörung im Namen der Zigarette

Ökologie ohne Wert: Umweltzerstörung im Namen der Zigarette

 

Umweltzerstörung durch den Tabakanbau

Nachdem Du einen Einblick bekommen hast und noch einmal in Erinnerung rufen konntest, wie wichtig und eng verwoben die Ökologie der Erde ist. Soll es jetzt um die Folgen der Nikotinsucht auf unsere Umwelt gehen.

Noch bevor es überhaupt eine Tabakpflanze gibt, beginnt bereits die Umweltzerstörung im Namen der Zigarette. Im Greenpeace Magazin Ausgabe 6.11 berichtet ein Journalist aus dem ostafrikanischen Land Malawi. Sein Name ist Kondwani Munthali. Und Munthali sagt:

“Überall, wo jetzt Tabak steht, war früher einmal Wald.” In dem kleinen Land gibt es riesige Gebiete, auf denen so gut wie keine Pflanze mehr wachsen kann. Was ist da passiert?

Um mit dem Tabakanbau starten zu können, werden zuvor tausende Hektar Wald gerodet.

Die Artenvielfalt der Tier- und Pflanzenwelt des Waldes muss der Monokultur der Tabakpflanze weichen. Die einstiege Ökosystem ist an dieser Stelle verloren.  

 

„The Environmental Impact of Cigarette Butts“ von TobaccoFreeCA

 

Tabakanbau in Monokulturen

Durch den überwiegenden Anbau in Monokulturen sind die Tabakpflanzen anfällig für eine große Anzahl von Krankheiten und Schädlingen. Um dennoch eine bestmögliche Ernte erzielen zu können, werden sehr große Mengen an Wachstumsregulatoren und weiteren Chemikalien eingesetzt.

  • Begasungsmittel
  • Fungizide
  • Herbizide
  • Insektizide
  • Reifungsmittel

.

Es wird weiter berichtet, dass wenn der Wald gerodet und die Tabakpflanzen angebaut wurden, später folgendes passierte.

Der Boden wurde so stark beansprucht, dass er den Tabakpflanzen letztendlich die nötigen Nährstoffe nicht mehr geben konnte.

Der Boden ist nach der intensiven Nutzung einfach fertig.

Dazu kommt, dass die Tabakpflanze dem Boden bis zu fünfmal mehr Nährstoffe entzieht, als andere Nutzpflanzen wie beispielsweise Reis oder Mais machen.

Dann ist der Boden für die Tabakbauern nicht mehr interessant. Der Anbau ist an dieser Stelle nicht mehr lukrativ. Es lässt sich kein Geld mehr verdienen.

Die Bauer ziehen dann einfach weiter und hinterlassen eine fast tote Wüste. Da wo einst ein funktionierendes Ökosystem in Form eines üppigen Waldes die Heimat vieler Tiere und Pflanzen war, ist jetzt nichts mehr.  

Malawi ist ein treffendes Beispiel für den enormen Raubbau an der Natur. Er beschränkt sich aber nicht nur auf das kleine ostafrikanische Land.

Das Problem besteht weltweit!

Überwiegend werden die Wälder für den Tabak auch in Asien und Lateinamerika gerodet.  

Das war nicht immer so. Früher wurde der Tabak zum Großteil in Europa und in den USA angebaut. Das hat sich mittlerweile stark verschoben. Heute sind es die Entwicklungs- und Schwellenländern, die die weltweite Tabak-Produktion zu 85 Prozent stellen.

 

Ökologie unter Feuer - Die Trocknung des Virginia-Tabaks

Ökologie unter Feuer – Die Trocknung des Virginia-Tabaks

 

Wie die Tabakernte die Umwelt zerstört

Die Umwelt wird bereits zerstört, ohne das eine Tabakpflanze im Boden ist. Durch viele Chemikalien sollen dann die Erträge maximiert werden. Als wenn das nicht schon genug Umweltzerstörung ist. Aber die Zerstörung geht auch nach der Ernte des Tabaks weiter.

Denn nach der Ernte muss beispielsweise der Virginia-Tabak getrocknet werden. Etwa eine Woche bei über 70 Grad Celsius.

Dieser Trocknungsvorgang ist sehr energieintensiv.

Da es aber in vielen Anbauländern keine entsprechende Infrastruktur für Gas, Kohle oder Öl gibt, werden über 60 Prozent der weltweiten Ernte durch das Verbrennen von Holz getrocknet.

Im Durchschnitt werden dann etwa acht Kilogramm Holz für nur ein Kilogramm trockenem Virginia-Tabak verbrannt.

In vielen Ländern werden, so wie auch auch in Malawi, dafür gut brennbare Urwaldbäume verwendet.

In der Folge werden weiterer Bäume gerodet.

Die gerodeten Bäume stehen dann nicht mehr als Kohlenstoffspeicher bereit und das Verbrennen setzt große Mengen CO2 frei. Also gleich doppelt schlecht.

Umweltverschmutzung durch Zigarettenproduktion

Das Volumen der weltweiten Zigarettenproduktion wird auf über sechs Billionen Zigaretten geschätzt! Anders gesagt: 6000 Milliarden oder 6.000.000.000.000 Zigaretten Jahr für Jahr. Die Produktion dieser unglaublichen Menge produziert ebenfalls unzählige Tonnen Abfall.

  • ca. 45 000 000 Tonnen feste Abfälle
  • ca. 6 000 000 Tonnen nikotinhaltige Abfälle
  • ca. 4 000 000 Tonnen chemische Abfälle

Die enormen Abfälle sind jedoch nicht das einzige Problem.

Die Herstellung ist ebenfalls sehr ressourcenintensiv. Beispielsweise wurde in den 1970er Jahren eine Technologie entwickelt, mit der die Menge der Tabakblätter je Zigarette reduziert werden konnte.

 

Trockeneis für die Zigarettenproduktion

Trockeneis für die Zigarettenproduktion

(Quelle:  NevitOwn work, CC BY-SA 3.0, Link)

 

Energie aufwändige Verarbeitung

Die DIET -Technologie. DIET steht für Dry Ice Expanded Tobacco. Sie wurde von Union Engineering im Auftrag des Philip Morris entwickelt. Bei diesem Prozess wird Kohlendioxid mit hohem Druck dazu verwendet, um den Tabak mit Luft zu füllen.

Damit werden die Herstellungskosten gesenkt und das Fertigprodukt-Volumen um etwa 100% erhöht.

Dafür bindet dieses Verfahren aber mehr Ressourcen und ist energieaufwendig. Was der Umwelt schadet und alles andere als ökologisch ist.

Hoher Ausstoß von Abgasen

Nach eigenen Angaben beliefen sich die CO2 Emissionen allein durch den Zigarettenproduzenten British American Tobacco im Jahr 2015 auf ganze 876.000 Tonnen CO2.

Laut Zahlen aus dem Jahr 2016 beträgt der weltweite Gesamtmarktanteil von BAT etwas 10,7%. Legt man diese Zahlen um, dann verursacht Tabak weltweit Emissionen von rund 8,76 Millionen Tonnen CO2. So viel wie drei Millionen Transatlantikflügen.

Herstellung von Zigaretten ist wasserintensiv

Die Herstellung von Zigaretten ist enorm wasserintensiv.

Dazu zählen auch die Herstellung  und Verarbeitung von beispielsweise den Farbstoffen, dem Zigarettenpapier und der DIET-Verfahren.

Den Wasserverbrauch der großen Tabakproduzenten kannst Du der folgenden Tabelle entnehmen.

 

Tabelle

Tabelle

(Quelle: WHO: Tobacco and its environmental impact: an overview)

 

Viele Kunststoffe durch die Zigarette

Die Herstellung von Kunststoffen ist ein generelles Problem in heutiger Zeit. Unsere Plastikabfälle befinden sich in nahezu allen ökologischen Systemen der Erde. Die Ökologie an Land oder das Ökosystem Meer.

Überall lassen sich die schwer bis gar nicht zersetzenden Kunststoffreste nachweisen.

Entgegen der Meinung vieler Menschen, ist beispielsweise der Filter einer Zigarette kein Naturprodukt. Der Filter einer Zigarette ist Kunststoff. Das Ausgangsmaterial ist zwar Cellulose aber es wird in einem chemischen Prozess weiterverarbeitet.   

Die daraus entstehenden Celluloseacetat-Flocken werden anschließend noch in Aceton gelöst.

So das man hinterher die aus einer Spinnlösung heraus gesponnenen Fäden miteinander verklebt. Dadurch entsteht das engmaschige Netz des Filters.   Da sich die Filter nur sehr, sehr langsam und schlecht zersetzen, sind sie eine Gefahr für jedes Ökosystem.

Zigarettenkippen machen bei weitem die größte Zahl an Einzelteilen aus, die in Städten und Stränden weggeworfen werden. Etwa 30% – 40%. Schätzungen gehen für das Jahr 2014 von 340 – 680 Mio. kg nur für weggeworfenen Zigarettenfilter aus.  

Gift im Wasser

Es sind auch die langlebigen Filter, die viele Ökosysteme zu schaffen machen.

Sie dienen dazu, ein Teil der giftigen Stoffe aus dem Rauch zu filtern. Trennst Du nach dem Rauchen den Filter einmal auf, so kann man deutlich die farbliche Veränderung erkennen. Der einst schneeweiße Filter ist gold-braun gefärbt.

Was Du aber nicht sehen kannst, sind die vielen toxischen Stoffe. Sie befinden sich ebenfalls im Filter und sind da für eine sehr lange Zeit gespeichert. Und das macht sie auch für unsere Umwelt so schädlich.

Zigaretten sind daher auch eine Gefahr für die weltweiten maritimen Ökosysteme.

Die benutzten Zigarettenfilter werden von den Tieren der Meere und Küsten mit Futter verwechselt. Das gefährdet nicht nur die biologische Vielfalt.

Die Giftstoffe gelangen somit auch in die Nahrungskette. Schlussendlich auch wieder beim Menschen.   Mehrere Studien zeigten, dass bereits ein bis zwei Filter einer gerauchten Zigarette ausreichen, um einen Liter Wasser toxisch zu verunreinigen.

Und zwar so sehr, dass beispielsweise Wasserflöhe oder Fische sterben können.  

Brandgefährliche Zigaretten

Damit Zigaretten produziert werden können, wird oft das Feuer benutzt und das Abbrennen von unzähligen Tonnen Holz in Kauf genommen.

Zigaretten sind aber auch sowohl eine der größten Ursachen für Brände als auch für deren Todesfälle.

In den letzten zehn Jahren sind Zigaretten in den USA für durchschnittlich 90.000 Brände pro Jahr verantwortlich. Das entspricht acht bis zehn Prozent aller Brände.Geht es um Todesfälle im Zusammenhang mit Bränden, ist das die Ursache Nummer eins.

Fazit

Rauchen gefährdet nicht nur deine Gesundheit. Es macht auch die Umwelt krank. Entschließt Du Dich mit dem Rauchen aufzuhören, dann sind nicht nur deine Chancen auf ein längeres und gesünderes Leben größer. Du leistest auch einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt unser Umwelt und unserer Ökosysteme. Denn auch für die nachwachsenden Generationen sollten uns vor allem zwei Dinge besonders am Herzen liegen: Die Gesundheit und die Ökologie.

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