Lungenkrebs Lebenserwartung – Wie stehen die Chancen wirklich?

von | 9. Februar 2018 | Medizinstudium

Lungenkrebs Lebenserwartung: Wenn Du dir diese Frage stellst, dann gibt Dir dieser Artikel die richtigen Antworten. Der Lungenkrebs ist eine gefürchtete und lebensbedrohliche Erkrankung. Die überwiegend zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr auftritt. Sie zeigt zu Beginn wenige und eher unauffällige Symptome. Das Rauchen verursacht eine Vielzahl an Erkrankungen. Wie bei der pAVK – Schaufensterkrankheit, bleibt auch beim Lungenkrebs der Krankheitsbeginn unbemerkt. Und auch bei der Lungenkrankheit COPD Lunge fällt die Erkrankung anfangs nicht auf. Beim Lungenkrebs oft jahrelang. Daher ist es wichtig sich regelmäßigen Untersuchungen zu unterziehen. Gerade als Raucher. Denn im Frühstadium ist die Chance auf Heilung weitaus größer als im späteren Verlauf.

 

Lungenkrebs Lebenserwartung – diese Formen spielen eine Rolle

Eine so genannte kanzerogene Erkrankung der Atemwege kann nicht nur die Lungenflügel befallen. Sondern sich auch in den Bereichen der Luftröhre, des Kehlkopfes und der Hauptbronchien ansiedeln.

Das Bronchialkarzinom ist eine Krebserkrankung,

die von den Schleimhäuten der Bronchien ausgeht. Und es ist deshalb so tückisch, weil es in seinen Symptomen unspezifisch ist und diese erst relativ spät auftritt. Dadurch wird es auch häufig fehlinterpretiert.

Dazu kommt, dass das Bronchialkrebsgewebe in verschiedenen Formen auftritt, die sich in ihrem unterschiedlichen Wachstum und ihrem Einfluss auf das befallene Gewebe voneinander unterscheiden.

Lymphknoten eine besondere Rolle

Auch unterscheiden sich beide in ihrer Fähigkeit bei der Bildung von Metastasen. Also fernab des eigentlichen Tumors in der Lunge. Hierbei spielen die Lymphknoten eine besondere Rolle.

Zwei unterschiedliche Formen

Beim Lungenkrebs werden zwei unterschiedliche Formen voneinander getrennt, die unterschiedlichen Einfluss auf den Verlauf der Krankheit und die damit verbundene Lebenserwartung haben. Hier wird das nicht-kleinzellige Bronchialkarzinom vom kleinzellige Bronchialkarzinom unterschieden.

Lungenkrebs Lebenserwartung – Das nicht-kleinzellige Bronchialkarzinom

Das nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom ist mit 85 Prozent Anteil an den Bronchialkarzinomen der weitaus häufigste Vertreter.

Grundsätzlich befinden sich über zwei Drittel aller Patienten mit einem nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom bei Diagnosestellung bereits in einem inoperablen Zustand.

Wird das nicht-kleinzellige Bronchialkarzinom in einem frühen Stadium beim Patienten diagnostiziert, ist ein erfolgreicher operativer Eingriff in den meisten Fällen noch möglich. So lässt sich sagen:

Wird ein Tumor im Stadium I gefunden und operativ entfernt, ist die Überlebenschance in den ersten fünf Jahren nach dem Eingriff bei 60 bis 70 Prozent. Die Lungenkrebs Lebenserwartung ist also verhältnismäßig gut.

Mit zunehmender Höhe des Stadiums sinkt die Lungenkrebs Lebenserwartung

Patienten, die sich in den Stadien II und III einem operativen Eingriff unterziehen, haben eine 5-jahres Überlebenschance von 20 bis 40 Prozent. Erkrankte Personen, die sich in einem fortgeschritteneren Stadium befinden, gelten als inoperabel. Hier liegt die 5-jahres Überlebensquote bei weniger als einem Prozent. Oftmals tritt der Tod bereits wenige Monate nach der Diagnose ein.

Lungenkrebs Lebenserwartung – Das kleinzellige Bronchialkarzinom oder kleinzelliger Lungenkrebs

Hier sind die Heilungschancen und die damit verbundene Lungenkrebs Lebenserwartung signifikant schlechter als bei einem nicht-Kleinzelligen Bronchialkarzinom.

Leider gehört diese Ausprägung der Bronchialkarzinome zu der Art, deren Zellen in der Lage sind sich äußerst schnell zu teilen.

Daher ist es diesen Krebszellen möglich, sich in kurzer Zeit im gesamten Körper auszubreiten. Sich auch in entfernten Geweben niederzulassen. Und sich von dort aus weiter zu vermehren. Dieser Vorgang nennt man Metastasierung. Dabei werden auch Lymphknoten befallen. Die die erkrankten Zellen weiter verbreiten.

Wie beim nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom, ist eine Heilung nur dann möglich, wenn der Krebs früh genug erkannt und operiert werden kann.

In seinem Frühstadium operiert, leben in den erste hier fünf Jahren nach der Operation noch 50 bis 60 Prozent der Patienten. Leider gilt jedoch der Tatbestand, dass die zum Zeitpunkt der Diagnose bereits erfolgte Verbreitung eine Operation nicht mehr möglich ist.

Zwar lässt sich das kleinzellige Bronchialkarzinom zu Beginn gut mit einer Chemotherapie behandeln. Nach einer kurzen Ruhephase wächst der Tumor jedoch weiter. Damit lässt sich über diesen Weg die Lungenkrebs Lebenserwartung nur begrenzt steigern.

Röntgenbild vom Brustkorb

Röntgenbild Lungenkrebs: Früher kam nur dieses Bildgebende Verfahren zum Einsatz.

Lungenkrebs – schwierige Diagnose

Durch die Computertomographie (CT) können Geschwüre heutzutage besser erkannt werden als in der Vergangenheit.

Röntgenbild Lungenkrebs: Früher kam nur dieses Bildgebende Verfahren zum Einsatz.

Aber die Methode birgt Risiken.

Hier muss streng der Nutzenfaktor abgewogen werden. Denn solche Untersuchungen lassen auch das Risiko an Krebs zu erkranken steigen.

Natürlich erhöhen regelmäßig erfolgende CT-Untersuchungen die Wahrscheinlichkeit Krebsgeschwüre rechtzeitig zu erkennen, aber das Risiko zu erkranken besteht. Da die Strahlenbelastung auch bei modernen Untersuchungsgeräten trotz ausgereifter Technik relativ hoch ist.

Hinzu kommt, dass auch bei dieser Art der Untersuchung frühe Krebsstadien nicht zuverlässig erkannt werden können.

Es gibt keine Symptome, die sich als typisch für Lungenkrebs bezeichnen lassen

Karzinome im Bereich der Lungenflügel fallen leider erst sehr spät auf. Oft werden sie bei Routineuntersuchungen nur zufällig entdeckt. Dann sind sie oft schon in einem fortgeschritteneren Zustand. Ein erstes Zeichen können chronischer Husten oder eine schlecht abheilende Bronchitis sein.

Da Raucher diese Begleiterscheinungen als Folge ihres Tabakkonsums als normal kennen, werden sie nicht als Warnsignal ernst genommen.

Knochenschmerzen, Brustschmerzen oder Starker Gewichtsverlust müssen ernst genommen werden. Sollte sich in dem abgehusteten Schleim Blut befinden. Fieber auftreten oder unangenehme Atemnot eintreten, muss der Arzt aufgesucht werden. Tumore streuen über das Blut auch in andere Organe. Dieser Vorgang wird als Metastasierung bezeichnet. Es bilden sich tumorferne Metastasen.

Als betroffene Organe sind:

  • Knochen
  • Gehirn
  • Nieren
  • Leber

Lebermetastasen äußern sich in Gewichtsverlust, Abgeschlagenheit oder einer gelblichen Verfärbung der Augen.

Bei einem akuten Befall des Knochengewebes leidet der betroffene unter Schmerzen, die denen einer Arthrose ähnlich sind.

Besonders bei Symptom-Kombinationen ist ein Arzt zu konsultieren

Beim Auftreten einer dieser Symptome. Aber im Besonderen bei Symptom-Kombinationen, muss ein Arzt konsultiert werden. Hier kann zur Diagnose eine Bronchoskopie oder Lungenspiegelung zum Einsatz kommen.

  • Dabei wird ein langer Schlauch in die Lunge eingeführt.
  • Dieser lässt sich aufgrund seiner Beschaffenheit bis in die Tiefen der Lunge senken. Bis in die kleinen Verästelungen der Bronchien.
  • Eine Kamera im Schlauch lässt den behandelnden Arzt das Lungengewebe genau unter die Lupe nehmen.

Beim Auftreten eines Lungen- oder Bronchialkarzinoms neigt auch das Blutbild zu einer Veränderung.

Der spezialisierte Arzt kann über das große Blutbild – Lungenkrebs Blutwerte – Schlüsse auf eine mögliche Erkrankung ziehen. Falls dich Bilder dieser Art interessieren: Lungenkrebs Bilder und weitere Informationen dazu lassen sich bei Lungenkrebs Wiki aufrufen.

Lungenkrebs Stadien – Klassifizierung bis Lungenkrebs Endstadium

Das Bronchialkarzinom ist eine Erkrankung, die sich im Laufe der Zeit entwickelt und dabei verschiedene Stadien durchläuft. Diese voneinander zu trennenden Stadien haben großen Einfluss auf die die Möglichkeit einer Heilung. Die beiden zentralen Arten des Bronchialkarzinoms weisen unterschiedliche Entwicklungsabläufe auf. Der kleinzellige Lungenkrebs wird makroskopisch in zwei Stadien unterteilt.

Hier wird das sogenannte begrenzte Stadium („limited disease“) vom erweiterten Stadium („extended disease“) unterschieden. Im begrenzten Stadium ist der Tumor nur in einem der beiden Lungenflügeln nachweisbar. Im erweiterten Stadium ist der Tumor bereits über den Lungenflügel hinaus gewachsen.

Eine differenzierte Unterteilung der Stadien sind:

  • stark begrenzt
  • begrenzt
  • ausgeweitet

Die Einteilung der TNM-Klassifikation

Die Einteilung der Stadien beim nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom folgt der TNM-Klassifikation. Hier steht „T“ für die Gesamtgröße des Tumors bzw. des Primärtumors.

Sowie seiner makroskopischen Ausdehnung in der Lunge. „N“ bezeichnet den Befall von Lymphknoten (aus dem lateinischen Nodus: Knoten) und letztlich „M“ für den Nachweis vorhandener Metastasen.

Es lassen sich verschiedene Stadien voneinander Abgrenzen

T0 bezeichnet keinen nachweisbaren Tumor.  T1 bis T4 einen Tumor mit einer Größe von drei bis mehr als sieben Zentimeter. N0 steht für den den Nichtbefall der Lymphknoten.

N1 bis N3 stehen für den Nachweis des Befalls der Lymphknoten bis zum Befall der Achsellymphknoten und mehr. M0  beschreibt die Freiheit von Metastasen. Während M1 schließlich auf die nachweisbare Metastasierung hinweist.

Lungenkrebs Metastasen

Lungenkrebs – nachweisbare Metastasierung

Lungenkrebs – nicht gleich Lungenkrebs

Die Lunge kann jedoch auch von anderen Krebserkrankungen befallen werden. Beispielsweise ist es möglich, dass sich Metastasen anderer Tumoren in der Lunge ansiedeln.

So schlägt sich eine Krebserkrankung der Hoden oder der Brust in der Lunge nieder. Aber die Gewebeart unterscheidet den metastasierenden Krebs anderer Organe von dem der Lunge.

In diesen Fällen gibt eine differential-diagnostische Untersuchung Aufschluss. Über die Art des Krebses und die damit verbundenen therapeutischen Eingriffe.

Lungenkrebs Heilungschancen – Hoffnung auf Heilung

Leider steht das Genussmittel Tabak an erster Stelle, wenn es um den Auslöser möglicher Bronchialerkrankungen geht.

Das hat allerdings den Vorteil, dass sich ein Verzicht auf das Rauchen das Bronchialkrebsrisiko drastisch senkt.

Wer noch raucht, kann aber auch noch etwas gegen das Krebsrisiko tun: Das Risiko an einem Bronchialkarzinom zu erkranken sinkt bei Rauchern, die vor ihrem 50. Lebensjahr mit dem Rauchen aufhören um 50 Prozent.

Ein Raucher, der vor dem 40. Lebensjahr das rauchen aufgibt, senkt sein Risiko zu erkranken um 90 Prozent!

Es gibt verschiedene Hilfsmittel, die Dich auf dem Weg dem zum Nichtraucher unterstützen. Du kannst beispielsweise mit einem Nikotinkaugummi aufhören zu rauchen. Oder Du wirst mit Hilfe von Nikontinpflaster zum Nichtraucher. Dabei darf aber richtigen Motivation nicht fehlen. Eine aktuelle Nichtraucher App unterstützt dich beim Rauchstopp mit vielen Informationen. Zum Beispiel, wie viel Geld du schon gespart hast

Ist Lungenkrebs heilbar? Ein oft gestellt Frage.

Die Heilung bei Lungenkrebs ist möglich, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so erscheint.

Lungenkrebs Behandlung: Es ist notwendig sämtliches Krebsgewebe operativ zu entfernen oder chemotherapeutisch zu eliminieren.

Erst nach der vollständigen Entfernung. Meist in Kombination von frühzeitigem operativem Eingriff und konsequent durchgeführter Chemotherapie. Erst dann ist eine vollständige Heilung möglich. Die Heilungschancen Lungenkrebs gibt es.

Die Chance auf Lungenkrebs Heilung ist also grundsätzlich gegeben. Voraussetzung ist eine frühzeitige Diagnose, wenn Tumor noch keine Möglichkeit hatte sich auszubreiten und ein chirurgischer Eingriff möglich ist.

Es handelt sich in Regel nicht um einen dauerhaften Zustand

Es muss darauf hingewiesen werden: Ein mit Chemotherapie und Bestrahlung bekämpfter Tumor kann sich soweit zurückbilden, dass er nicht mehr nachweisbar ist.

Doch leider ist nach einer Chemotherapie Lungenkrebs in diesem Fall nicht von Heilung zu sprechen. Da es sich hierbei in der Regel nicht um einen dauerhaften Zustand handelt. Denn bei vielen Betroffenen kehrt früher oder später die Erkrankung zurück.

Der Einzelne darf nicht durch Statistiken entmutigen lassen

Auch im fortgeschrittenerem Stadium. In dem der Krebs in beide Lungenflügel oder bis hinein in entfernte Organe gestreut hat, ist eine Heilung zwar in den meisten nicht mehr möglich. Aber der Einzelne darf sich nicht durch Statistiken entmutigen lassen oder die Therapie vorzeitig zu beenden.

Statistiken sind allgemeine Werte. Sie haben keine Aussage über das Schicksal eines Individuums. Ermittelte Durchschnittswerte sind wenig bis gar nicht aussagekräftig, wenn es um die tatsächliche Lebenserwartung eines Menschen geht.

Auch auf der Basis ungünstiger Prognosen besteht die Hoffnung auf Heilung. Ein Austausch mit Betroffenen kann über das Lungenkrebs Forum erfolgen.

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