Erektionsstörung aufgrund des Nikotinkonsums: Was Du wissen solltest!

von | 17. April 2018 | Medizinstudium

Erektionsstörung aufgrund des Nikotinkonsums. Mit der Nikotinsucht gehen viele Krankheiten einher. Darunter auch viele schwere Krankenheiten, die Deine Lebensqualität und vor allem Lebenszeit deutlich einschränken. Denn Dir ist selbstverständlich völlig klar, dass mit Lungenkrebs die Lebenserwartung nicht die gleiche sein kann, wie bei einem gesunden Menschen. Auch wenn Du kein Mann sein solltest, ist das was jetzt kommt vielleicht dennoch interessant für Dich. Denn vielen Menschen, die rauchen oder eine Beziehung mit einem Rauchen haben ahnen nicht im geringsten, dass eine Erektionsstörung durch das Rauchen von Zigaretten verursacht werden kann.

 

Erektionsstörung was ist das genau?

Hierfür gibt es viele Bezeichnungen.

Der genaue Fachbegriff ist jedoch die erektile Dysfunktion.

Welche auch oft mit ED abgekürzt wird. Aber einen Großteil der Bevölkerung wird dennoch die Bezeichnung Impotenz geläufig sein.

Eine Erektionsstörung liegt in der Regel dann vor, wenn der Mann über einen längeren Zeitraum hinweg nicht nicht in der Lage ist, eine Erektion aufzubauen.

Das kann der Mangel einer Versteifungsfähigkeit in Form einer ungenügenden Dauer sein. Oder das vollständige Ausbleiben der Versteifungsfähigkeit.

Beide Möglichkeiten müssen jedoch tatsächlich über einen längeren Zeitraum vorliegen, damit die es als Erektionsstörung bezeichnet werden kann.

Liegt die Störung hingegen nur kurzzeitig vor, dann gilt die Erektionsstörungen nicht als erektile Dysfunktion. Erfüllt sie jedoch den Tatbestand einer ED, so ist diese in jedem Fall ernst zu nehmen, da sie eine schwerwiegende Erkrankung darstellt.

 

Erektionsstörung Ursachen

Ging man eine sehr lange Zeit davon aus, dass die Erektionsstörung überwiegend psychologische Ursachen hat, so sind sich die Experten heutzutage einig.

Mit Hilfe neuer Untersuchungsmethoden zeichnet die moderne Medizin heute ein anderes Bild.

Welches deutlichen darauf hinweist, dass es bei den betroffenen Personen überwiegend auf organische Leiden zurückzuführen ist.

Das bedeutet folgendes:

Nur sehr wenige Patienten erkranken an einer erektilen Dysfunktion aufgrund von rein psychologischer Ursachen. Organische Störungen sind häufig der Grund. Daher sollte im Zweifel immer einen Arzt aufsuchen.

 

Rauchen verursacht Erektionsstörung

Rauchen kann eine Erektionsstörung verursachen.

 

Erektionsstörungen durch Rauchen

Dieses Thema ist für den Mann ein sehr sensibles.

Noch immer werden derartige Probleme oft unter den Tisch gekehrt.

Doch wie bereits erwähnt: Die Erektionsstörung ist eine schwerwiegende Erkrankung. Und auch wenn Du davon noch nicht so viel gehört hast.

Das Rauchen stellt den Risikofaktor Nummer eins für die Erkrankung an einer Erektionsstörung dar.

Bei jungen Männern ist die Erektionsstörung in erster Linie auf den Tabakkonsum zurückzuführen.

Aber warum ist das so? Wieso sprechen die Statistiken eine derart klare Sprache? Das wird einem sehr schnell klar, wenn man sich die grundlegende Funktionsweise einmal genau ansieht.

Es kann zunächst nur zu einer Erektion kommen, wenn die Blutgefäße gesund sind und der Blutfluss ungehindert sowie einwandfrei funktioniert.

 

Das Rauchen kann aber die Blutgefäße schädigen.

Sie werden angegriffen und zerstört. Nikotin verengt zudem die Blutgefäße. Was den Blutfluss beeinträchtigt.

Das Rauchen verursacht also eine Erektionsstörung. Zudem wurde wissenschaftlich nachgewiesen, dass auch die schwere des Nikotinabusus das Risiko noch weiter erhöhen kann.

Gemäß einer Studie war bei Raucher mit mehr als 20 Zigarette am Tag das Risiko 2,5 mal so hoch. Die entsprechende Studie findest Du hier: Heavy smoking is an important risk factor for erectile dysfunction in young men

Demnach ist die Nikotinsucht in vielen Fällen dafür verantwortlich, dass es bei Männern zu dieser schwerwiegenden Erkrankung kommt.

Die Verengung der Blutgefäße hat aber nicht nur längerfristige Folgen.

Denn dieser Effekt kann sich auch kurzfristig bemerkbar machen.

Der Genuss einer Zigarette kurz vor dem eigentlichen Verkehr kann dazu führen, dass die Versteifungsfähigkeit geringer ausfällt und auch die Dauer beeinträchtigt wird. Dieser Effekt ist bei jungen Männer nicht sehr ausgeprägt. Kann aber mit zunehmendem Alter immer deutlicher zu Tage treten.

  

Erektionsstörungen im Alter

Rein statistisch gesehen treten Erektionsstörungen häufiger auf, wenn das Alter des Mannes steigt.

Beispielsweise tritt sie bei Männern im Alter von 40 Jahren schätzungsweisen bei ein bis zwei Prozent auf. Wohingegen der 65 jährigen Mann mit einer Wahrscheinlichkeit von 15 bis 20 Prozent rechnen muss.

 

Psychisch bedingte Erektionsstörung

Psychisch bedingte Erektionsstörung

 

Psychisch bedingte Erektionsstörung

Für den Großteil der Männer ist dieses Thema schlicht und einfach ein Tabu.

Es wird nicht darüber gesprochen.

Und wenn doch, dann nur sehr ungern. Es ist in den meisten aller Fällen eine große Belastung für den Betroffenen.

Dennoch plagen Sie sich damit eine sehr lange Zeit herum. Bis sie sich dann doch endlich entschließen fachkundigen Rat einzuholen und einen Arzt aufsuchen.

Sind sie dann beim Arzt, dann kann mitunter die Diagnose psychosomatisch bedingte erektilen Dysfunktion lauten.

Die Tatsache der Störung ist für viele bereits nicht einfach. Doch der Gedanke an eine psychisch bedingten Störung lässt bei den einen oder anderen Fragen aufkommen.

Fragen wie: “Bin ich nicht normal?” oder “Was stimmt mit meinem Kopf nicht?” Hierbei gibt der behandelnde Arzt gute Hilfestellungen. In der Regel wird der betroffene beraten und ausführlich aufgeklärt. Doch wie kommt es überhaupt zu dieser psychisch bedingten Störung.


Da es in diesem Fall eine psychisch bedingte Erektionsstörung ist, hat sie tatsächlichen ihren Ursprung im Kopf des Mannes.

Wie jedem bekannt ist, ist das menschliche Gehirn und die dazugehörige Abläufe und Vorgänge ein komplexes Thema. Aber einfach gesagt.

Das Gehirn setzt Reize in Nervensignale um. Die Nervensignale lösen bei einer gesunden Funktionsweise die Erektion aus.

 

Welche Reize können in Nervensignale umgewandelt werden?

  • Visuelle Reize
  • Akustische Reize
  • Berührungen
  • Phantasien

 

Dieser Vorgang, also die Umwandlung von einem Reiz in die benötigten Nervensignale, ist aber kein vollautomatischer Mechanismus.

 

Das Gehirn sitzt mal wieder am längeren Hebel.

Denn das Gehirn entscheidet schlussendlich, ob die Signale weitergeben werden. Egal wie gut oder schlecht die Reize sind. Und genau hier liegt dann auch Ursache.

 

Erektionsstörung - Reize in Nervensignale

Reize werden nicht in Nervensignale umgewandelt.

 

Trotz der (normalerweise) ausreichenden Reize werden die Signale nicht erzeugt.

Somit kommt es nicht zu einer Erektion. Selbst wenn der Betroffene organisch kerngesund ist.

Aber was hindert dem Gehirn daran, die normale Funktionsweise auszuführen?

Die Gründe dafür können vielfältig sein. Sie sind auch von Mann zu Mann unterschiedlich.

Dennoch lassen sich einige Ursachen nennen, die zumindest des öfteren eine Rolle spielen.

 

Mögliche Ursachen:

  • Beziehungskonflikte
  • Allgemeine Angst
  • Angst sexuell zu enttäuschen
  • Selbstvorwürfe
  • Misserfolg, privat o. beruflich
  • Stress

Die hier aufgeführten Punkte sind nur ein geringer Teil dessen, was eine mögliche Ursache für die Störung sein kann.

Denn mitunter können auch andere psychische Erkrankungen zu Erektionsstörungen führen. Was beispielsweise bei Depressionen häufige auftritt.

Vom Rauchen zur psychisch bedingte Erektionsstörung oder schlimmer

Nachdem, was Du bis jetzt gelesen hast, ist Dir sicher klar.

Rauchen beeinträchtigt die Potenz des Mannes.

Die Auswirkung des Nikotinkonsums auf die grundlegenden Abläufe können die unbeliebten Störungen verursachen. Was aber nicht von Anfang an klar ist:

Aus der körperliche Störung kann sich auch eine psychisch bedingte Erektionsstörung entwickeln.

Und das ist leider noch nicht das Ende. 

Denn möglich ist auch, dass sich daraus wiederum eine echte Depression entwickelt.

Versetzt man sich in die Lage des Mannes, lässt es sich auch gut nachvollziehen. Kommt es einmalig vor oder nur ganz selten, fällt es nicht sehr ins Gewicht.

Doch tritt die Erektionsstörung mehrfach auf, beginnen sich erst Sorgen und dann Ängste breit zu machen. Diese hemmenden Gedanken sind natürlich kontraproduktiv und bewirken eine weitere Verschlechterung der Situation.

 

Organisch bedingte Erektionsstörung

Die unangenehme Störung beim Mann kann neben dem Rauchen auch andere Ursachen haben. Diese werden zwar auch aufgrund einer Durchblutungsstörungen verursacht, haben aber ihren Ursprung nicht direkt in der Nikotinsucht. Welche können das sein?

  • Arterienverkalkung
  • Bluthochdruck
  • Diabetes mellitus
  • erhöhte Blutfettwerte
  • erhöhtes Cholesterin

Zudem gibt es weitere Erkrankungen, die eine organisch bedingte Impotenz verursachen können. Dazu gehören die Multiple Sklerose , Multisystematrophie und Morbus Parkinson.

 

Was hilft bei Erektionsstörungen

Eine wichtige Sache vorweg: Jedem Mann kann geholfen werden.

In vielen Fällen wird die frühere Funktionsweise wieder ganz normal hergestellt. Und auch so, dass dazu keine weiteren Mittel eingenommen werden müssen.

Die Ursache bestimmt selbstverständlich die Art der Behandlung. Ob Gesprächstherapie, entsprechende Medikamente oder einer operativen Lösung.

Speziell für die Raucher gibt aber auch eine gute Nachricht:

Wer sich dazu entschließt und sagt: Ja ich möchte mit dem Rauchen aufhören.

Der hat oft schon nach wenigen Tagen eine verbesserte Durchblutung, auch im Genitalbereich. Das wurde in wissenschaftlichen Studien bewiesen.

Dadurch gewinnt der Mann nicht nur kurzfristig, er auf lange Sicht mehr Spaß mit dem Partner, er reduziert das Risiko einer chronischen Störung und von psychischen Folgen. Also ein Gewinn auf ganzer Linie.  

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