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Schwindsucht – Das kaum bekannte Risiko für Raucher

von | Medizinstudium

Schwindsucht: Das kaum bekannte Risiko für Raucher. Ob Raucher oder nicht. Jedem ist natürlich bekannt, welche Folgen der blaue Dunst hat. Damit selbstverständlich auch das Risiko. Ist das wirklich so? Kennst Du tatsächlich jedes Risiko? Auch wenn Du es gar nicht so genau wissen möchtest. Solltest Du dir dieses Artikel dennoch einmal ansehen! Denn es gibt eine Reihe an gefährlichen Krankheiten, die durch das Rauchen verursacht werden, die aber weniger bekannt sind. Wie zum Beispiel die Schwindsucht.

 

Schwindsucht Begriff und Bedeutung

Schwindsucht früher und heute: Der Begriff Schwindsucht ist eine ältere Bezeichnung für Tuberkulose.

Zu einem früheren Zeitpunkt. Also zu der Zeit, als die genaue Bezeichnung und die eigentliche Ursache noch nicht bekannt waren. Wurde die Krankheit aufgrund ihrer typischen Merkmale beschrieben.

Andere Bezeichnungen waren zum Beispiel „bleiches Sterben“ oder „weiße Pest“. Da sie sich seiner Zeit wie eine verheerende Seuche ausbreitet.

Einer der deutlichsten Symptome war und ist der enorme Gewichtsverlust der betroffenen Patienten. Im Volksmund sprach man damit also auf das rapide Schwinden der Körpermasse an.

Erst später, als man den wahren Grund dieser Symptome erkannte, wurde die Krankheit Tuberkulose genannt.

Der Begriff Schwindsucht wird zwar oft als veraltete aufgeführt, ist dennoch nach wie vor umgangssprachlich gebräuchlich. In der Medizin wird hingegen der Begriff Tuberkulose verwendet.

 

 

Begriff und Bedeutung von Tuberkulose?

Das Wort stammt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie “kleine Geschwulst”.

Es gibt eine Reihe von Abkürzungen, die auch oft in diesem Zusammenhang benutzt werden. So kann es vorkommen, dass beispielsweise von einer TB oder einer TBC die Rede ist.

 

 

Die Geschichte der Schwindsucht

Zunächst ging die Forschung davon aus, dass sich die Schwindsucht in der Jungsteinzeit entwickelte. Es wurde vermutet, dass die Domestikation des Viehs verantwortlich sei und die Krankheit vom Tier auf den Menschen übersprang.

 

Ein Forschungsteam, bestehend aus Wissenschaftlern aus den USA, der Türkei und aus Deutschland, machte im Jahr 2004 aber einen besonderen Fund.

Schwindsucht - Einzelteile eines 500.000 Jahre alten Schädels (Foto: Kappelmann)

Schwindsucht – Einzelteile eines 500.000 Jahre alten Schädels (Foto: Kappelmann)

Die ausführliche Pressemitteilung der Universitätsmedizin Göttingen – Georg-August-Universität kannst Du hier nachlesen.

 

Doch was war das besonderen daran? Entdeckt wurden Einzelteile eines Schädels. Diese Stücke eines Schädels gehörten einem Frühmenschen. Besser gesagt einem Homo erectus. Der 500.000 Jahre alte Schädel wies an der Innenseite typische Spuren auf. Spuren von einer durch Tuberkulose ausgelösten Hirnhautentzündung.

 

 

Erstmals tauchen vor etwa 3000 Jahre Dokumente aus China und Indien auf, die auf diese Krankheit hinweisen. Die griechischen Ärzte Galen und Hippokrates beobachteten und dokumentierten dann in der Antike erstmals das Krankheitsbild.

 

Am 24. März 1882 war es dann Robert Koch, der in einer Sitzung der Berliner Physiologischen Gesellschaft die Entdeckung des Tuberkelbazillus (Mycobacterium tuberculosis) verkündete. Seine genaue Beschreibung des Erregers Mycobacterium tuberculosis war ein Meilenstein der Medizingeschichte. Weshalb sie mitunter auch Morbus Koch genannt wird.

 

Schwindsucht Krankheit

Die Schwindsucht begleitet den Menschen also schon seit vielen tausend Jahren. Doch was ist die Schwindsucht eigentlich? Was ist es für eine Krankheit? Und wie macht sie uns krank?

 

Grundsätzlich ist sie eine weltweit verbreitete, bakterielle Infektionskrankheit. Dafür verantwortlich sind verschiedene Arten von stäbchenförmigen Mykobakterien. Am häufigsten befallen sie die Lunge. Wodurch dann die Lungentuberkulose ausgelöst wird.

 

Doch wie passiert das genau? Die Bakterien werden durch die Atemwege aufgenommen.

Dort setzen sie sich dann in der Lunge fest. Was aber nicht bedeutet, dass sie an Ort und Stelle bleiben.

Die Erreger können sich im späteren Verlauf durchaus auch im gesamten Körper ausbreiten und andere Organe befallen.

Eine Infizierung bedeutet aber nicht zwangsläufig auch, dass man an der Schwindsucht erkrankt.

Nur etwa ein Zehntel erkrankt tatsächlich. Das hat damit zu tun, wie gut sich der Körper gegen die Mykobakterien wehren kann.

 

Faktoren, die eine Erkrankung beeinflussen sind:

  • Ernährungszustand
  • Genetik
  • medikamentöse Unterdrückung der Immunabwehr
  • infektbedingte Unterdrückung der Immunabwehr
  • toxische Unterdrückung der Immunabwehr
  • Niereninsuffizienz
  • Diabetes mellitus

 

Das Risiko für Raucher

Das Rauchen erhöht die Gefahr ebenfalls. Dafür gibt es mehrere Ursachen.

Zum einen drosselt das Nikotin die Funktionen des Immunsystems. Das haben Wissenschaftler der University of Louisville, School of Dentistry, K